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Dienstag, 08 November 2011 07:07

Interview Teil 1

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Warum Männer Frauen im Tischtennis besiegen, was sie von ihnen andererseits lernen können – unter anderem darüber spricht Kristin im Interview auf ihrer Homepage. Neben Beruflichem geht es aber auch um Privates. 

 

Frage: Warum spielen Männer besser Tischtennis als Frauen?
Kristin: Meiner Meinung nach ist das ein ganz anderes Spiel. Bei Frauen gibt es nicht so viel kurz-kurz oder Topspin-Topspin, sondern eher Ballwechsel am Tisch. Deswegen ist der Vergleich schon schwer, aber grundsätzlich haben Männer einfach mehr Power hinter den Bällen.

Was können Männer im Tischtennis von Frauen lernen?
Emotionen könnten sie ein bisschen mehr ausleben. Männerspiele sind immer viel ruhiger als Frauenspiele. Da sieht man bei den Frauen meiner Meinung nach mehr Emotionen.

Welche ist deine Lieblingsübung?
Rückhand, Mitte, Rückhand, Vorhand.

Was trainierst du überhaupt nicht gerne?
Das kommt auf die Situation an. Nach einer Tischtennispause gehört der „Falkenberg“ nicht zu meinen Lieblingsübungen.

Sind Konditionslehrgänge und Trainingslager in China für dich Lust oder Last?
Beides. Es ist teilweise sehr hart, aber man weiß, dass es einen weiterbringt. Deshalb nutzt man jede Einheit, bei der man auf einem höheren Level spielen kann.

Wie kannst du nach einem harten Training am besten entspannen?
Auf meiner Couch.

Wie viele Urlaubstage hast du im Jahr?
Am Stück sind meine Urlaubstage nicht so zahlreich. Dieses Jahr hatte ich einmal sechs Tage am Stück, einmal sieben Tage und nach der WM in Rotterdam auch ein paar Tage frei, wo ich die Beine hochlegen konnte. Weihnachten eingerechnet sind es ca. vier Wochen im Jahr, aber eben nie zusammenhängend.

Worauf musst du verzichten, weil du Leistungssportlerin bist?
Auf freie Wochenenden, Zeit mit Freund, Freunden und Familie. Das muss man dann oft irgendwo und irgendwie unterbringen, damit das nicht auf der Strecke bleibt.

Timo Boll sagt, er denke selten an Tischtennis, sobald er die Halle verlassen hat. Wie oft oder lange am Tag denkst du an deinen Sport?
Bittere Niederlagen oder besonders gute Spiele beschäftigen mich schon länger. Zum Beispiel kann ich nach einem Wettkampf am selben Abend nie direkt schlafen, sondern muss mich immer irgendwie anders ablenken, damit ich schlafen kann.

Wie akribisch bist du bei der Materialauswahl?
Da bin ich eher "normal". Ich spiele mit meinem Holz (Tibhar H-3-9) schon seit etwa vier Jahren und habe auch kein Besseres für mich gefunden. Ab und zu probiere ich mal einen neuen Belag aus, aber auch das nicht zu oft.

Wo bewahrst du deine Medaillen und Pokale auf?
Ich habe in meiner Wohnung eigentlich nur zwei Pokale stehen: den vom dritten Platz im Doppel von den Europameisterschaften in Stuttgart 2009 und den von den Deutschen Meisterschaften 2010 in Trier, wo ich den Einzeltitel gewonnen habe. Zwei Medaillen hängen in meinem Schlafzimmer: Bronze von der EM in Stuttgart und von der Mannschafts-WM 2010 in Moskau.

Wenn ich im Ausland mit meinem Handy oder Laptop nicht ins Internet komme, könntest du mir dabei helfen? Kommen deine Teamkolleginnen bei Technikproblemen eher zu dir oder wendest du dich an sie oder Bundestrainer Jörg Bitzigeio?
Meistens sind es Lulu oder Dudu, die bei uns die Technikprobleme haben. Weil das Betriebssystem ihrer Laptops aber auf Chinesisch eingestellt ist, kann ich ihnen meist nur ein bisschen weiterhelfen. Normalerweise helfen wir erst uns gegenseitig, bevor wir Bitzi unser technisches Nichtwissen offenbaren.

 

Fortsetzung folgt...

Im nächsten Teil erfahrt warum ich gerne einmal David Beckham treffen möchte.

 

 

 

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