Montag, 21 März 2016 20:27

Deutsche Einzelmeisterin 2016

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YEEEEAAAHHHH ! Deutsche Meisterin!!!!!!

Am Wochenende konnte ich bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld zum 2. Mal den Einzeltitel im Damen-Einzel gewinnen. Seit Wochen habe ich mich schon in guter Form gefühlt und bin happy das ich das ganze Wochenende konstant meine Leistung abrufen konnte. Im Doppel bin ich mit Sabine Winter leider etwas überraschend im Halbfinale ausgeschieden, aber der Einzeltitel konnte mich über den verpassten Doppeltitel hinwegtrösten.

In der nächsten Zeit stehen jetzt noch die letzten Bundesligaspiele sowie Ende April die Polish Open an.

Vielen Dank für alle die Glückwünsche !!!

Hier der Link für alle, die das Finale verpasst haben: 

http://sportdeutschland.tv/tischtennis/dm-2016-finale-damen-einzel-winter-vs-silbereisen

 

Foto: ©myTT

Donnerstag, 17 März 2016 07:12

Team WM @ Kuala Lumpur

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Von Ende Februar bis Anfang März fanden die Team-Weltmeisterschaften in Kuala Lumpur (Malaysia) statt. Wir hatten eine schwere Gruppe (Thailand 3:0, Tschechien 3:0, Brasilien 3:2, Nordkorea 0:3, Japan 3:2) und belegten leider nur Platz 3 mit nur einer Niederlage. Überraschend und überragend war, dass wir in der Gruppe gegen den Vizeweltmeister und Olympiazweiten aus London gewinnen konnten. Ich konnte bei 2:2 gegen die Nummer 4 der Welt (Ai Fukuhara) gewinnen. Im Achtelfinale besiegten wir Südkorea auch überraschend klar mit 3:0, wonach wir dann wieder im Viertelfinale gegen Japan spielen mussten. 24 Stunden nach dem Sieg in der Gruppe, konnten wir leider die Überraschung nicht mehr wiederholen und mussten uns deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Trotzdem war die WM für uns als Mannschaft ein voller Erfolg. Seit 1 Woche bin ich nun wieder in Düsseldorf und der Alltag mit Bundesliga und Co geht weiter. Am Wochenende stehen die Deutschen Meisterschaften in Bielefeld an. Auf geht's!!!!  

Montag, 08 Februar 2016 13:38

German Open & Europe Top 16

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Die letzten Wochen liefen für mich gemischt. Ich bin mit meinem Verein SV DJK Kolbermoor gut ins neue Jahr gestartet. In der Liga liegen wir bis jetzt immer noch knapp hinter dem Favoriten ttc eastside berlin mit nur 2 Punkten Rückstand. 

Im Pokalfinale Anfang Januar hatten wir das Pech, dass wir direkt im Halbfinale auf Berlin gelost wurden. Vor haben es Berlin aber so schwer wie möglich gemacht und nur 2 Punkte haben und von einem 3:0 Sieg über Berlin getrennt. 

Bei den German Open in Berlin vorletzte Woche konnte ich mich auch nicht über meine Auslosung freuen, denn diese bescherte mir direkt in der 2. Quali-Runde eine Chinesin. Leider konnte ich eine 3:1 Führung nicht nach Hause bringen und verlor am Ende mit 11:9 im Entscheidungssatz. Trotzdem war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, da ich auf einem sehr hohen Niveau gespielt habe. Deswegen war ich auch zuversichtlich als ich für das Europe Top 16 nachnominiert worden bin. 

Leider lief da nicht wirklich viel zusammen. Im ersten Gruppenspiel verlor ich mit 0:3 gegen Liu Jia, was keine große Überraschung war, jedoch ich wirklich schlecht gespielt habe. Auch im zweiten Gruppenspiel gegen Scocz aus Rumänien konnte ich keine gute Leistung zeigen und verlor mit 2:3. Trotzdem hätte ein 3:1 Sieg gegen Bilenko aus der Ukraine zum Erreichen des Viertelfinales gereicht. Mit einem 3:2 Sieg hatte ich dann schlussendlich keine Chance mehr auf ein Erreichen des Viertelfinales. 

Jetzt muss ich die nächsten 2,5 Wochen im Training nochmal richtig Gas geben, denn dann fängt die Team WM in Kuala Lumpur in Malaysia an.

Drückt mir die Daumen, dass es dort besser läuft.

Eure KRISTIN

Montag, 28 September 2015 11:36

Rückblick und Blick in die Zukunft

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Jetzt habe ich endlich wieder mehr Zeit meine Homepage zu pflegen, nachdem ich meine dreijährige Ausbildung zur Physiotherapeutin erfolgreich beendet habe.

Drei Jahre lang war mein Leben extrem durchgetaktet, so dass ich mich jetzt erst einmal an die neu gewonnene Freizeit gewöhnen muss.

Als ich mich für die Ausbildung vor über drei Jahren entschieden habe, habe ich nicht nur positives Feedback bekommen. Irgendwo auch nachvollziehbar, denn auf dem Höhepunkt meiner Karriere, reduziere ich mein Training um 50 %, spiele nur noch 50 % der internationalen World Tour Turniere,... Aber während meiner dreijährigen Ausbildung gab es nicht einen einzigen Tag, an dem ich diese Entscheidung bereut habe.  

Natürlich gab es auch mal Zeiten, wo mir alles über den Kopf gewachsen ist, wo ich müde und kaputt spät abends nach Hause gekommen bin, ich meine Trainingstasche auch mal in die Ecke geworfen habe und auch mal ein paar Erschöpfungstränen dabei waren. Ich kann mich verdammt glücklich schätzen, dass ich so einen tollen Freund habe, der mich immer unterstützt, der mich selbst nach Niederlagen immer wieder zum lachen bringt und der die letzten 2 Monate während meiner intensiven Lernzeit für das Staatsexamen 2/3 unserer gemeinsamen Wohnung nicht mehr bewohnen konnte weil meine Unterlagen die Wohnung dekoriert haben. J

Schwierig für mich war es auch meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Am Anfang habe ich versucht so viel wie möglich in jedem Training das nachzuholen was ich vormittags verpasst habe. Schnell habe ich gemerkt, dass mir das außer schlechten Laune nichts bringt und mein Training dementsprechend umgestellt. In dem einen Training am Tag habe ich mich konsequent mit meinen Schwächen beschäftigt, was auch nicht immer für gute Laune sorgt, aber mich in meinem Spiel, trotz deutlich reduzierten Training, nach vorne gebracht hat.

Genauso hat die Ausbildung mir geholfen viele Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen. Eine Niederlage am Wochenende scheint total belanglos zu sein, wenn man Patienten nach Krankheiten, Schicksalsschlägen,... behandelt, deren einziger Wunsch es ist wieder laufen zu lernen oder andere Dinge zu tun, die für gesunde Menschen völlig normal sind. Natürlich bin ich jetzt nach Niederlagen auch enttäuscht, traurig oder wütend auf mich, aber ich habe gelernt das viel besser einzuordnen. Ich habe in den drei Jahren viel gelernt und vor allem auch viel über mich gelernt. Der Profisport kann ein wirklich hartes Geschäft sein und viele jüngere Spielerinnen, die unbedingt Profi werden wollen, unterschätzen dies. Ich hoffe dass ich ihnen mit meiner dualen Karriere zeigen kann, dass ein vernünftiger Schulabschluss, eine Berufsausbildung oder ein Studium sehr viel mehr Wert sein kann als eine Medaille oder Pokal im Regal mehr.

Durch meine Ausbildung und die verpassten Turniere stehen meine Chancen für eine zweite Olympiateilnahme nicht besonders gut. Aber ich gebe mein Bestes und wenn es am Ende nicht reicht, habe ich trotz allem eine abgeschlossene Berufsausbildung vorzuweisen. Es gibt deutlich schlimmere Situationen. J

Und das Wichtigste zum Schluss. Ich habe tolle Menschen während meiner Ausbildung kennengelernt, Freundschaften geschlossen, die auch hoffentlich auch nach der Ausbildung noch bestehen.

Danke an alle die mich in dieser Zeit unterstützt haben und weiterhin unterstützen!

Ab dem 01.10. werde ich wieder Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Köln sein, wieder vermehrt Tischtennis spielen, Fortbildungen besuchen und nebenbei auch arbeiten, damit ich das Gelernte nicht vergesse. Also wieder volles Programm, aber ich freue mich drauf! Denn wie ein weiser Mann mal sagte: "Wer will findet Wege, wer nicht Gründe." J J

Bis demnächst,

Eure Kristin

 

 

 

Montag, 22 Dezember 2014 07:54

Mein Jahr 2014

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Das letzte Jahr verging fast zu schnell. Nur noch 9 Monate Ausbildung liegen vor mir und ein ereignisreiches Jahr liegt hinter mir. Mit viel Erfolg, Glück aber auch Misserfolg und Tränen. Der Ausdruck nach Olympia ist vor Olympia ist definitiv wahr. Als ich 2012 in London dabei war, habe ich mir meinen Traum erfüllt. Als ich dann in London war, dachte ich wie "geil" es denn wäre nochmals in Rio spielen zu können. Durch meine Ausbildung habe ich mir selber meinen Weg deutlich erschwert, denn während meine Konkurrenz jeden Tag 2-3x trainiert, komme ich auf 5-6 Einheiten die Woche und auf ca. 4 internationale World Tour Turniere im Jahr. Vorher waren es ca. 8 pro Jahr. Aber ich bin glücklich wie alles ist. Ich würde Rio 2016 nicht gegen meine Ausbildung und eine gesicherte Zukunft eintauschen wollen. Beides wäre natürlich gigantisch aber ich habe schon relativ früh gelernt das man mit dem zufrieden sein soll was man hat und das was ich habe, macht mich glücklich.

Zu Beginn meiner Ausbildung wollte ich unter den Top 80 der Welt bleiben. Bei nur 4 Turnieren pro Jahr seine Punkte zu sammeln, ist eine Menge Druck. Aber auch dieses Jahr habe ich diesem Druck Stand gehalten und bin jetzt im Dezember auf Platz 44 der Weltrangliste.
(Anmerkung: Vor meiner Ausbildung war ich teilweise nicht viel höher.)
Mein persönliches Highlight dieses Jahr waren die Swedish Open im November, wo ich mein bestes Tischtennis gespielt habe. Das macht mich stolz und zeigt mir das der Glaube an sich selbst oft wichtiger ist als die eine oder andere Einheit mehr in der Halle.

Mit meinem Verein in Berlin habe ich mehr erreicht als zu erwarten war. Deutscher Meister, Pokalsieger und Championsleague Sieger !!! Dazu der 5. Platz bei der WM, Deutscher Meister im Doppel, meine Weltranglistenposition (44) und meine Qualifikation für das Europe Top 16 im kommenden Jahr. Im neuen Jugendslang kann man wohl sagen: "Läuft bei mir!" :)

Meine Nichtnominierung zur EM hat mich damals schon getroffen.
Obwohl ich schon 2 Monate davor damit gerechnet habe. Gerade deswegen ist das TT-Jahr 2014 umso schöner für mich mit meinen Erfolgen bei den Russian und Swedish Open zu Ende gegangen, denn ich konnte zeigen, dass man trotz Ausbildung auf mich setzen kann und ich hoffe das ich irgendwann als "Vorbild" und gutes Beispiel im Damentischtennis voran gehe, dass man Tischtennis und Ausbildung/Studium/Arbeit unter einen Hut bekommen kann. Natürlich erfordert das Mut, Disziplin und verdammt viel Fleiß.
An dieser Stelle Danke an alle die mich dabei unterstützen: mein Umfeld, meine Ausbildungsstätte Medicoreha in Neuss, meine Trainer, mein Verein, mein Sponsor Tibhar, Trainingspartner und Assistenztrainer die abends alleine mit mir in der Halle stehen, die in ihrer Freizeit am Wochenende mit mir spielen, die mich "ertragen" wenn ich wieder gestresst bin und und und....
Der Lohn für all diese Mühen ist das was mich voran treibt. Wenn ich meine Ausbildung gut absolviere stehen mir alle Türen offen. Ich habe einen doppelten Boden unter den Füßen und diese Situation ist verdammt angenehm.

Die ersten 2 Jahre der Ausbildung waren hart und glaube trotz meiner vielen Reisen in tolle Länder würden im Moment nicht viele mit mir tauschen wollen. Zu 80 Prozent trainiere ich wenn ich müde oder kaputt bin. Während meine Teamkollegen montags nach Wettkämpfen am Wochenenden pausieren, bin ich in der Schule oder im Praktikum. Am Wochenende wenn ich mal kein Spiel habe muss ich das Training nachholen. Laufen findet dann auch mal unter der Woche um 6 Uhr statt (Ausnahme im Winter :)), wenige Tage enden vor 21:30, Zeit mit meinen Freund ist Mangelware genauso wie Zeit mit meinen Freunden.... Zum Glück habe ich super Freunde und einen tollen Freund der mich in allem unterstützt , der bei Sieg und vor allem bei Niederlagen für mich da ist. DANKE!

Somit kann ich beruhigt ins neue Jahr 2015 durchstarten. Allerdings werde ich mich in diesem Jahr mehr auf meine Ausbildung und mein Staatsexamen konzentrieren und deswegen von Juli/August bis Oktober/November keine internationale Turniere spielen und voraussichtlich auch an der Europameisterschaft 2015 nicht teilnehmen. Aber schon zu Beginn des neuen Jahres warten schon die ersten Herausforderungen auf mich. Das Pokalfinale in Berlin mit meinem Verein ttc eastside berlin, der World Team Cup in Dubai Anfang Januar und das Europe Top 16 in Baku Anfang Februar.

Ich wünsche euch allen ein Frohes Fest & ein gesundes glückliches neues Jahr !
Ich werde die Feiertage nutzen um all das zu machen wozu ich sonst keine Zeit habe. Zeit mit Freund und Familie und Freunden verbringen und maximales gammeln auf der Couch :)

 

Eure Kristin


Ps: Leider fehlt mir die Zeit um immer neue Artikel auf meine Homepage einzustellen aber auf meiner Facebook Fanseite seit ihr immer auf dem aktuellsten Stand mit Fotos und Videos!

Mein Jahresrückblick-Video könnt ihr auf meiner FB-Fanpage sehen.

 

 

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